Posts

Corona

Bild
Corona – die Welt steht still Man kann zur Zeit nicht an diesem Thema vorbei, das so einschneidend in unser aller Leben eingreift. Eine Epidemie, die sich rasend schnell auf der ganzen Welt verbreitet bedroht das Leben ungeheuer vieler Menschen. Im Prinzip ist die Erkrankung durchaus ähnlich einer Grippeerkrankung. Auch dort können Menschen schwere Verläufe durchmachen oder sterben. Aber Sars-Cov-2 ist offensichtlich sehr leicht übertragbar. Gefährlich ist auch, dass viele Infizierte keine Symptome zeigen, aber trotzdem die Infektion übertragen können. Es gibt zahlreiche Informationsmöglichkeiten zu der Corona-Pandemie und ich will hier nicht über die medizinischen Seite schreiben. Mir geht es darum, meine eigenes Erleben dieser weltweiten Krise darzustellen. Ich war zunächst der Meinung, dass hier eine Hysterie hochgekocht würde. Diese Meinung habe ich inzwischen geändert. Ich denke aber immer noch, dass die Medien uns überfrachten mit ihrer Corona-Berichterstattung. Andererseits w...

Ein Roman über Europa

Bild
Durch eine Freundin bekam ich kürzlich den Roman „Die Hauptstadt“ von Robert Menasse in die Hände. Er hatte für dieses Werk den Deutschen Buchpreis erhalten. „Da läuft ein Schwein!“ Mit diesen Worten beginnt der Roman und das Schwein wird sich durch die ganze Geschichte immer wieder mal bemerkbar machen. Ein Mord spielt nebenbei eine Rolle, aber Kommissar Brunfaut darf ihn nicht aufklären, da das politisch nicht gewollt ist. Der Mörder, der den Falschen erwischt hat, muss aber nun selbst um sein Leben fürchten, ohne zu wissen warum. Die wichtigste Rolle in diesem Buch spielen Beamte der Europäischen Kommission. In der Generaldirektion Kultur soll ein Beitrag zur Feier des Jahrestags der Gründung der Kommission erarbeitet werden. Martin Sussmann, Mitarbeiter der Abteilungsleiterin Fenia Xenopulou, hat einen Vorschlag, der zwar von allen Seiten begrüßt, aber von höherer Seite gleich zum Abschuss frei gegeben wird. Denn Auschwitz und das „Nie wieder“ danach sollte dabei eine Rolle spiele...

Anreger und Vorbilder IV: Freddy Mercury und Queen

Bild
Kürzlich kam ein Film über das Leben des Sängers der Pop-Gruppe Queen ins Kino. Ich habe ihn als ich diesen Artikel begann noch gar nicht gesehen, wurde aber durch ihn wieder auf eine Persönlichkeit aufmerksam, die ich schon lange Zeit bewundert habe und noch bewundere. Ich war nie ein großer Fan der Pop-Musik, aber die Gruppe Queen, die ich durch meinen Schwager kennenlernte, hat mich dennoch fasziniert. Die LP „A Night at the Opera“ war die Erste, die ich von ihnen zu hören bekam. Besonders das Stück „Bohemian Rhapsodie“ gefiel mir sehr. Nicht alles auf späteren Platten sagten mir zu, aber insgesamt schaffte es Queen, mich zu einem ihrer Fans zu machen. Die herausragende Stimme des Leadsängers der Band, Freddy Mercury zog mich in ihren Bann. Als Freddy dann auch noch mit der fantastischen Opernsängerin Montserrat Caballé den tollen Song „Barcelona“ aufführte, war ich begeistert. Später hörte ich, dass Freddy, der einige Jahre mit einer Frau verheiratet gewesen war, auch mehr...

Selber machen macht glücklich!

Bild
Vor einigen Jahren veröffentlichte ich folgenden Artikel auf Suite101.de. Diese Seite existiert nicht mehr und ich veröffentliche ihn jetzt leicht verändert hier, da ich das Thema immer noch interessant finde. In Zeiten wo man sich fast alles online bestellen kann, beginnen immer mehr Menschen wieder Dinge selber zu machen und sich gut dabei zu fühlen. Frauenzeitschriften bieten ja je nach Jahreszeit Bastelanleitungen zu Ostern und Weihnachten und jede Menge Back- und Kochrezepte, immer noch ein wenig in der Spur alter Rollenmuster. Aber mehr und mehr Menschen spüren aus anderen Gründen, das ein Leben zwischen Büro und Facebook, Supermarkt und Onlinebestellung auf Dauer eine gewisse Leere entstehen lässt. Entfremdete Konsument oder selbst gemachtes Selbstwertgefühl Mehrjährige Untersuchungen der Diplom-Psychologin Ines Imdahl führten zu dem Ergebnis, dass ein verstärkter Trend zum Selbermachen besteht und dass dies nicht daran liegt, dass sich Frauen wieder in ihre alten Rollen ...

Anreger und Vorbilder III:

Bild
James Baldwin Nicht lange nach meinem Coming-out als Schwuler war ich ständig auf der Suche nach Literatur, die mir zu einem besseren Selbstverständnis und Selbstbewusstsein verhelfen konnte. Das waren zumeist Sachbücher. Aber zu meinem 27. Geburtstag bekam ich dann von meinem damaligen Freund den Roman „Giovannis Zimmer“ von James Baldwin geschenkt. Auch wenn die Geschichte am Ende tragisch endete, faszinierte sie mich doch sehr. Das lag sicher auch an der grandiosen Schreibweise des Autors. Ich interessierte mich nun mehr für sein Werk und las auch Texte von ihm auf Englisch. So fand ich in einem Gebrauchtbücherladen „Another Country“, was ich etwas schwieriger zu lesen fand. Bei der ehemaligen Schulliteratur meiner älteren Geschwister fiel mir die Kurzgeschichte „This morning, this evening, so soon“ in die Hände. Ich schätzte bei allen Texten von Baldwin seine prägnante Darstellung gesellschaftlicher Probleme bei gleichzeitig sehr differenzierter Schilderung der Protagonisten. Kei...

Meine Vorbilder und Anreger II.

Bild
Erich Fromm Ein Denker und Wissenschaftler, der einigen Einfluss auf mich ausgeübt hat war Erich Fromm. Der Schüler von Siegmund Freud (geb. 23.03.1900, gest. 18.03.1980) fand recht bald seinen eigenen Weg in der Psychoanalyse. Seine humanistische Psychologie bezieht das gesellschaftliche Umfeld des Menschen in die Beurteilung psychischen Probleme ein. Ich will hier nicht den Lebensweg dieses großen Denkers abhandeln, der an anderen Stellen ausreichend dargestellt wird. Schon als Schüler hatte ich mich mit Sigmund Freud und seinen Theorien auseinandergesetzt und fand das Thema Psychoanalyse sehr spannend. Später verdrängte ich deren Fragestellungen dann aber längere Zeit. Als ich mich während meiner Studentenzeit von meinen „marxistisch-leninistischen“ Ideologien löste, war ich erneut auf der Suche nach Ideen, die mir gemäß waren und so stieß ich auf das Buch „Die Kunst des Liebens“ (Erstveröffentlichung 1956) von dem mir bis dahin unbekannten Erich Fromm. Das Buch beschreibt ve...

Meine Vorbilder und Anreger I.

Bild
Karl Marx + Friedrich Engels Karl Marx. Foto von John Mayall In diesem Monat wird des 200. Geburtstag von Karl Marx gedacht. Dadurch wurde ich daran erinnert, wie sehr dieser Mann und sein Freund Friedrich Engels mein Denken lange Zeit beeinflusst haben. Mit etwa 16 Jahren hatte ich mich von der Religion meiner Kindheit, dem Katholizismus abgewandt. Ich empfand sie als unglaubwürdig, nicht in die Zeit passend. Ein Gott der straft und belohnt, Menschen massenhaft durch Sintfluten oder wie in Sodom und Gomorrha vernichtet, der sich ein einzelnes Volk auserwählt, oder für den die Menschen auf Kreuzzüge oder in andere Kriege ziehen, das fand mehr als meinen Zweifel, es schien mir der pure Unsinn. Ich war auf der Suche nach Ideen, die mir mehr entsprachen und die meinen Verstand nicht beleidigten. Ich befasste mich mit dem Buddhismus, wo auch das eine oder andere mich ansprach, aber so völlig überzeugen konnte er mich nicht. Da fand ich dann im Bücherregal meines älteren Bruders Schr...