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Meine Vorbilder und Anreger II.

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Erich Fromm Ein Denker und Wissenschaftler, der einigen Einfluss auf mich ausgeübt hat war Erich Fromm. Der Schüler von Siegmund Freud (geb. 23.03.1900, gest. 18.03.1980) fand recht bald seinen eigenen Weg in der Psychoanalyse. Seine humanistische Psychologie bezieht das gesellschaftliche Umfeld des Menschen in die Beurteilung psychischen Probleme ein. Ich will hier nicht den Lebensweg dieses großen Denkers abhandeln, der an anderen Stellen ausreichend dargestellt wird. Schon als Schüler hatte ich mich mit Sigmund Freud und seinen Theorien auseinandergesetzt und fand das Thema Psychoanalyse sehr spannend. Später verdrängte ich deren Fragestellungen dann aber längere Zeit. Als ich mich während meiner Studentenzeit von meinen „marxistisch-leninistischen“ Ideologien löste, war ich erneut auf der Suche nach Ideen, die mir gemäß waren und so stieß ich auf das Buch „Die Kunst des Liebens“ (Erstveröffentlichung 1956) von dem mir bis dahin unbekannten Erich Fromm. Das Buch beschreibt ve...

Meine Vorbilder und Anreger I.

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Karl Marx + Friedrich Engels Karl Marx. Foto von John Mayall In diesem Monat wird des 200. Geburtstag von Karl Marx gedacht. Dadurch wurde ich daran erinnert, wie sehr dieser Mann und sein Freund Friedrich Engels mein Denken lange Zeit beeinflusst haben. Mit etwa 16 Jahren hatte ich mich von der Religion meiner Kindheit, dem Katholizismus abgewandt. Ich empfand sie als unglaubwürdig, nicht in die Zeit passend. Ein Gott der straft und belohnt, Menschen massenhaft durch Sintfluten oder wie in Sodom und Gomorrha vernichtet, der sich ein einzelnes Volk auserwählt, oder für den die Menschen auf Kreuzzüge oder in andere Kriege ziehen, das fand mehr als meinen Zweifel, es schien mir der pure Unsinn. Ich war auf der Suche nach Ideen, die mir mehr entsprachen und die meinen Verstand nicht beleidigten. Ich befasste mich mit dem Buddhismus, wo auch das eine oder andere mich ansprach, aber so völlig überzeugen konnte er mich nicht. Da fand ich dann im Bücherregal meines älteren Bruders Schr...

Ausstellung „Berliner Realismus“ im Bröhan-Museum

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Berlin ist so reich an interessanten Museum und doch nutzt man dieses Angebot viel zu wenig. Ein Grund ist sicher, dass die Eintrittspreise im Laufe der letzte Jahre gestiegen sind. Der Eintrittspreis von 8 Euro im Bröhan-Museum ist da noch maßvoll. Mich interessierte die momentane Ausstellung unter der Überschrift „Berliner Realisten“ und ich besuchte sie kürzlich mit einer Freundin. Dort werden Werke von so bekannten Malern wie Käthe Kollwitz, Otto Dix, Georg Grosz, John Hartfield und Heinrich Zille gezeigt, aber auch solche von Künstlern, die mir noch nicht bekannt waren wie Karl Hubbuch, Hans Baluschek, Otto Nagel und anderen. Es ist aufgrund der Menge der Exponate nicht ganz leicht den Roten Faden zu finden, aber das Museumspersonal ist da ganz hilfreich. Die meisten Werke zeigen das Elend der Arbeiterklasse von der Kaiserzeit bis zur Weimarer Republik. Prostitution, Luxusleben der Reichen und andere Auswüchse des Kapitalismus werden karikiert oder überspitzt. De...

Woran glaubt ein Atheist – Spiritualität ohne Gott von Comte-Sponville

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Nachdem ich hier lange nichts mehr gepostet habe, da ich mit Büchern und anderen Texten beschäftigt war hier ein Artikel, den ich vor Jahren auf der nicht mehr existenten Seite suite101.de veröffentlicht habe: Besprechung des Buches „Woran glaubt ein Atheist – Spiritualität ohne Gott“ des französischen Philosophen Comte-Sponville In seinem Buch „Woran glaubt ein Atheist – Spiritualität ohne Gott“ beschreibt André Comte-Sponville (geboren 1952 in Paris, bis 1998 Professor an der Sorbonne und jetzt als freier Schriftsteller tätig) seine Haltung zur Religion, zum Glauben an Gott und sein Verhältnis zur Spiritualität. Kann man auf Religion verzichten? Im Ersten Hauptkapitel definiert Comte-Sponville den Begriff der Religion. Er gibt sein eigenes Bekenntnis als Atheist, der in der Tradition der griechisch-jüdisch-christlichen Tradition steht und an gewissen moralischen Werten die daraus entstanden sind, festhält und er stellt fest, dass eine menschliche Gesellschaft nicht auf Kommunio...

Heute bin ich Samba

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Am vergangenen Dienstag sah ich im Fernsehen den Film des Regieduos Eric Toledano, Olivier Nakache mit dem Hauptdarsteller Omar Sy, der mit dem letzten Film der französischen Regisseure „Ziemlich beste Freunde“ bekannt geworden ist. Leider wurde der Film zu später Stunde gezeigt, aber die Handlung um einen illegalen Immigranten aus dem Senegal, der sich in Paris versucht durchzuschlagen und immer wieder in die Mühlen der Bürokratie und der Polizei gerät, war spannend und bewegend genug, um durchzuhalten. Eine freiwillige Sozialhelferin namens Alice (Charlotte Gainsbourg) versucht den Spagat zwischen Distanz und Sympathie und scheitert dait letztlich, da sie sich in den Afrikaner verliebt, der sich mit verschiedenen Rollen und Ausweisen am Leben zu halten versucht und auch mit seinen eigenen Gefühlen und Ängsten immer wieder in Konflikt gerät. Die Geschichte beschreibt die Situation von illegalen Immigranten gefühl- und humorvoll, aber durchaus differenziert. Allerdings drängt sich d...

Lion - Ein bewegender Film über die Suche nach der eigenen Herkunft

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Nur durch Zufall schaute ich mir diesen Film an. Er wurde mir an dem Tag, an dem ich plante, ins Kino zu gehen, von meiner Schwester empfohlen. Vermutlich hätte ich ihn sonst nicht gesehen, da ich bis dahin nichts darüber gehört hatte. Der Film beginnt in einem kleinen Dorf in Indien, wo ein kleiner Junge namens Saboo mit seinem älteren Bruder versucht, der alleinstehenden Mutter zu helfen, der Familie das Überleben zu sichern. Durch eine Verkettung unglücklicher Zufälle gelangt der Junge mit der Bahn ganz allein in die Riesenstadt Kalkutta, wo eine fremde Sprache gesprochen wird. Er kommt schließlich in ein Waisenhaus, in dem es zugeht wie in einem Gefängnis und wo manche Kinder missbraucht und misshandelt werden. Schließlich aber hat er das Glück, dass er von einem australischen Ehepaar adoptiert wird und in wohlhabenden und gesicherten Verhältnissen aufwachsen kann. Aber was ein Happy End sein könnte, entwickelt sich zu einer lebenslangen Suche nach der eigenen Herkunft. Es kommt...

Meinem Bruder Thomas zum Gedächtnis

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Ich stehe in diesem stillen Raum An deinem aufgebahrten Körper . Es ist schon so viele Stunden her,  Da verließ dein Geist uns für immer . Du liegst ja da so friedlich, so bleich, Ganz kalt sind deine Hände und Stirn,  Die ich nur vorsichtig berührte. Wo sind sie hin, all diese Jahre, Wo du unser Sonnenschein gewesen, Und uns mit deinen Streichen plagtest. Hattest manch Überraschung parat. Die letzten Jahre waren dir schwer, Nachdem unsere Mutter verstarb, Bist du selten fröhlich gewesen. Dann verließ dich die Erinnerung, Der Körper versagte seinen Dienst. Ich stehe jetzt an deiner Bahre  Und kann nun die Tränen loslassen, So wie ich auch dich loslassen muss. Du bleibst ganz fest in meinem Herzen! Der traurige Anlass brachte mich dazu, nach langem wieder mal etwas hier zu veröffentlichen. Ich hoffe, auch gute Nachrichten bringen mich wieder dazu.