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Mandela

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Gigant der Freiheit und Versöhnung, Parteipolitikern Verhöhnung, Nach langem Streit, teils auch mit Gewalt, gabest der Hoffnung neue Gestalt. Wegbereiter besserer Zeiten, Wird 's die Enkel weiterhin leiten? Südafrikas Volk, nennt Vater dich, muss sich nun mehr verlassen auf sich! Statue von Mandela im alten Hafen von Kapstadt Bild und Text copyright Ludger Gausepohl

Herbst in Berlin

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Der Gehweg liegt voller Blätter, hier und da ein Fetzen Papier. Über die löchrigen Straßen hasten unbekannte Menschen auf dem Weg zu ihrer Arbeit, vereinzelte kommen noch von nächtlichen Vergnügungen. Etwas Regen, ein rauer Wind, von fern die S-Bahn rumpelt, quietscht. Ist's vertraut oder unheimlich? Zweig, Zeichnung, Buntstift, 1984, Copyright Bild und Text Ludger Gausepohl

Fantasie

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Komm, wir schaffen eine Welt, und bauen uns Raum und Zeit, wie immer es uns gefällt, doch trifft Traum auf Wirklichkeit, manch Luftschloss zusammen fällt. Nur es bliebe ungemacht manch Entdeckung in der Welt, viel Geschichten ungedacht, manch Erfindung gäb es nie, ohne deine Fantasie. Fantasie, kleines Aquarell, 1989 (Postkartengröße) Copyright Bild und Text Ludger Gausepohl 2013

Männerlust

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Sturm und Drang sind lange schon vorbei, doch für mich nicht der Reiz der Männer, für mich, den älter werdenden Mann. Schmale Hüften, verlockender Gang, kecke Gesichter unter schwarzem oder blondem Haar, modisch frisiert. Das Begehren sie zu berühren, zu spüren und mehr, immer noch da. Hätte es wohl vielleicht nicht nötig, aber der Trieb fragt ja nicht danach. Doch dieser Reiz ist Salz im Leben, durch ihn fühl ich mich wieder jung, manchmal aber macht er mir auch klar, dass ich nur so alt bin wie ich bin. Selbstportrait 1981, Aquarell ca.24x15cm Copyright Text und Bild Ludger Gausepohl

Mein 9. November 1989

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An diesem für mich ganz normalen Tag im November saß ich vor dem Fernseher und sah die Nachrichten an. Eine nebenbei gemachte Mitteilung von Politbüro-Mitglied Schabowski schien mir nicht mehr als ein erneuter Versuch der DDR-Oberen zu sein, das Volk zu beruhigen. Gut eine Stunde später sah ich wieder fern und plötzlich schien das Chaos am Fernseher ausgebrochen. Auf dem Bildschirm waren Ströme von Menschen zu sehen, die gerade die Mauer passiert hatten und sie riefen immer nur: “ Wahnsinn, Wahnsinn!“ Ich starrte wie gebannt auf den Fernseher und wollte nicht glauben was ich sah. Irgendwie beneidete ich die feiernden Leute auf den Straßen, aber konnte mich doch nicht aufraffen, mich unter die Menschenmassen, beispielsweise am Kurfürstendamm, zu mischen. Irgendetwas in mir wollte das Ganze noch nicht glauben. Erst am Wochenende begab ich mich mit Freunden an die Mauer am Brandenburger Tor. Natürlich mussten wir herauf klettern und später beteiligten wir uns auch am Mauerpicken, welc...

Von Lust und Last des Schreibens

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Gedanken fluten durch mein Gehirn. Ach, könnte ich sie doch nur fassen, dass auf ein Stück Papier sie passen! Mal rasen sie hinter meiner Stirn, mal sind sie gar sehr verstockt und müd', wenn unbehaglich ist mein Gemüt. Fließen mir dann die Ideen daher, dann sind sie nicht mehr aufzuhalten, bis ich fertig bin zu gestalten. Fühl mich danach so leer, so leer... Gefällt es wem? Ist mir das egal? Erwarte ich der Kritiken Qual? Zeichnung auf Postkarte, 1985 Copyright Bild und Text: Ludger Gausepohl

Märchenprinz

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Unerwartet, aber lang ersehnt tratest du aus dem Dunkel meiner Träume schön und zärtlich ins Licht meiner Wirklichkeit und machtest mein Herz rasen. Aquarell 2011, Copyright Bild und Text Ludger Gausepohl